KGV Walkenriede e.V

Ist Roundup gefährlich?

Das meistverkaufte Herbizid bei Privat-Gärtnern in Deutschland ist das Spritzmittel Roundup. Sein Hauptbestandteil ist Glyphosat, das über die grünen Teile der Pflanze aufgenommen wird und zu deren Tod führt. Dabei macht das Glyphosat keinen Unterschied zwischen erwünschten und unerwünschten Pflanzen, d. h. es tötet sogenanntes „Unkraut“ genau so, wie Nutz- und Zierpflanzen im Garten.

Die Wirkungsweise von Glyphosat besteht darin, dass es in den Pflanzen das lebenswichtige Enzym 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSP) blockiert. Die chemische Ähnlichkeit zum eigentlich im EPSP enthaltenen Substrat Phospheonolpyruvat (PEP) macht dies möglich.

Bislang ging man davon aus, dass Glyphosat-Rückstände in Pflanzen für tierische Organismen, also auch für Menschen, unschädlich sind. Neuere Erkenntnisse jedoch geben Anlass zu Zweifeln.

Ein weiteres Problem ergibt sich daraus, dass sich in Pflanzen mittelfristig Resistenzen bilden können, die dazu führen, dass sich unerwünschte Beikräuter um so ungehemmter verbreiten, je mehr sie mit Glyphosathaltigen Herbiziden bekämpft werden. Darüber hinaus wird durch die Vernichtung auch kleinster pflanzlicher Mikroorganismen das natürliche Gleichgewicht im Boden empfindlich gestört, wenn nicht zerstört.

Der Bundesrat fordert in einem Beschluss vom 8.11.2013 ein Verbot von Glyphosat im landwirtschaftlichen Bereich kurz vor der Ernte und für den privaten Gartenbereich, u. a. in Kleingärten.

Ein paar interessante Links zum Thema Glyphosat findet ihr hier:
Alles Wissen vom 23.07.2014, Hessischer Rundfunk
plusminus vom 02.04.2014, ARD
Wikipedia