Gartentipps – Archiv

Der Garten im Winter: schön warm einpacken

Der Winter rückt näher und es ist Zeit, den Garten auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten.
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Laub ist wertvoll
Das herabgefallene Laub unserer Gartenbäume und -sträucher gehört nicht auf den Kompost, weil es in feuchtem Zustand dermaßen dicht liegt, dass es die für eine gute Verrottung notwendige Luftzirkulation unterbindet. Die Folge: Der Kompost verrottet nicht sondern beginnt zu faulen. Falls es sich gar nicht vermeiden lässt, sollte möglichst wenig Laub gut untergemischt werden.
Das Laub gehört als Mulch auf Beete und Rabatten. Es bedeckt die nackte Erde und schützt sie und damit Pflanzen bei Kahlfrost (Frost bei Schneefreiheit) vor dem Vertrocknen (Pflanzen erfrieren nicht, sie vertrocknen). Regenwürmer und andere Bodenorganismen ernähren sich von dem Laub und erzeugen durch die Verrottung gleichzeitig eine isolierende Wärmeschicht. Im Frühjahr ist das Laub beinahe vollständig verschwunden und in wertvollen Humus umgewandelt.
Ausnahmen:
Krankes Laub muss unbedingt entsorgt werden, weil krankheitserregende Pilzsporen auf dem Laub überwintern und sich, sobald es wieder wärmer wird, explosionsartig vermehren und ausbreiten.
Das Laub von Walnuss und Eiche ist wegen seines hohen Gerbstoffanteils ungeeignet fürs Mulchen. Es verrottet extrem langsam und übersäuert den Boden.

Stauden nicht schneiden
Wer meint, ein Garten muss im Winter übermäßig „ordentlich“ aussehen, tut sich und der Natur keinen Gefallen. Lasst die vertrockneten Stauden stehen. Sie bieten Vögeln im Winter Nahrung und sind für nützliche Insekten wichtige Winterquartiere. Außerdem tragen sie ebenfalls zum Schutz des Bodens bei. Verblühte Blüten jedoch sollten, wenn man eine unkontrollierte Ausbreitung verhindern möchte, knapp unterhalb der Blüte abgeschnitten und kompostiert werden.
Natürlich (!) sieht der Garten dann ein wenig struppig aus aber er ist gesund. Und sobald es wieder wärmer wird und die Frostgefahr gering ist, dürfen die vertrockneten Stauden gern geschnitten werden.

Gemüsebeete vorbereiten
Bevor die ersten Fröste den Boden hart werden lassen, kann auf den Gemüsebeeten, die im kommenden Jahr für Starkzehrer, vorgesehen sind, Kompost und/oder Stalldung in die oberste Bodenschicht eingearbeitet werden (grubbern).
Bitte nicht umgraben! Beim umgraben werden die Bodenschichten, in denen die unterschiedlichsten Bodenhelfer leben, komplett durcheinander gebracht. In der Regel überleben sie das nicht und fehlen im Folgejahr als wichtigste Bodenverbesserer.

Obstbaumschnitt
Wer seine Obstbäume noch vor dem Winter schneiden möchte, sollte dies nur bei frostfreiem Wetter tun. Bei Frost heilen die Schnittwunden schlecht oder gar nicht und Krankheitserreger können durch sie in den Baum gelangen.
Bitte beachtet, dass nicht jeder Obstbaum einen Herbst- oder Winterschnitt verträgt. Wann welcher Obstbaum geschnitten werden sollte, könnt ihr im Gartentipp vom 25.1.2014 nachlesen.

Ulysses Erhardt

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Sehenswerte NDR-Reportage!

Eine absolut sehenswerte Reportage über naturnahe Kleingärten und deren Besitzer in Rostock – von der Ansiedlung von Nützlingen, den Biogemüse-Anbau, die Schwierigkeiten mit anderen Kleingärtnern und dem Vorstand bis zum 1. Platz beim Wettbewerb „Naturnaher Kleingarten in Rostock“.
Hier ansehen

Ist Roundup gefährlich?

Das meistverkaufte Herbizid bei Privat-Gärtnern in Deutschland ist das Spritzmittel Roundup. Sein Hauptbestandteil ist Glyphosat, das über die grünen Teile der Pflanze aufgenommen wird und zu deren Tod führt. Dabei macht das Glyphosat keinen Unterschied zwischen erwünschten und unerwünschten Pflanzen, d. h. es tötet sogenanntes „Unkraut“ genau so, wie Nutz- und Zierpflanzen im Garten.

Die Wirkungsweise von Glyphosat besteht darin, dass es in den Pflanzen das lebenswichtige Enzym 5-Enolpyruvylshikimat-3-phosphat-Synthase (EPSP) blockiert. Die chemische Ähnlichkeit zum eigentlich im EPSP enthaltenen Substrat Phospheonolpyruvat (PEP) macht dies möglich.

Bislang ging man davon aus, dass Glyphosat-Rückstände in Pflanzen für tierische Organismen, also auch für Menschen, unschädlich sind. Neuere Erkenntnisse jedoch geben Anlass zu Zweifeln.

Ein weiteres Problem ergibt sich daraus, dass sich in Pflanzen mittelfristig Resistenzen bilden können, die dazu führen, dass sich unerwünschte Beikräuter um so ungehemmter verbreiten, je mehr sie mit Glyphosathaltigen Herbiziden bekämpft werden. Darüber hinaus wird durch die Vernichtung auch kleinster pflanzlicher Mikroorganismen das natürliche Gleichgewicht im Boden empfindlich gestört, wenn nicht zerstört.

Der Bundesrat fordert in einem Beschluss vom 8.11.2013 ein Verbot von Glyphosat im landwirtschaftlichen Bereich kurz vor der Ernte und für den privaten Gartenbereich, u. a. in Kleingärten.

Ein paar interessante Links zum Thema Glyphosat findet ihr hier:
Alles Wissen vom 23.07.2014, Hessischer Rundfunk
plusminus vom 02.04.2014, ARD
Wikipedia

Wer wohnt in unserem Garten?

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Das große Fressen (und gefressen werden)
Die Energie- und Umweltagentur Niederösterreich, eNu, hat im Rahmen eines Projektes eine Reihe wunderschöner "Steckbriefe" unserer Gartenmitbewohner ausgearbeitet. Liebevoll illustrierte, willkommene und ungebetene Gartengäste stellen sich hier vor.

Die Steckbriefe könnt ihr euch im Downloadbereich anschauen oder gern auch herunter laden.

Schaut euch auch mal auf deren Seiten www.enu.at und www.umweltbildung.enu.at um. Dort findet ihr eine große Menge wertvoller Tipps zu einem nachhaltigen und umweltfreundlichen Leben.

Wir danken der eNu für die freundliche Genehmigung.

Heckenschnitt ab 15.7.

Die Hecken an unseren Wegen wachsen bald in den Himmel und so Manchem juckt es gewaltig in den Fingern, sie ein wenig zu bändigen.
Wir bitten euch aber noch um ein wenig Geduld. Die Schonzeit für die Brut unserer Gartenvögel gilt noch bis zum 14.7.2014. In dieser Zeit sollte, um den Vogelnachwuchs zu schonen, die Hecke in Ruhe gelassen werden – selbstverständlich könnt ihr den Zugang zu eurem Garten frei schneiden. Bitte jedoch nicht mit der elektrischen Heckenschere! Ab 15.7. kann es dann endlich losgehen.
  • Bitte achtet dabei darauf, dass sie auf Zaunhöhe und bis zum Wege-Randstein zurück geschnitten wird.
  • Damit die Hecke überall ausreichend Licht erhält, ist ein sich nach oben verjüngender Schnitt empfehlenswert.
  • Auch nach dem 15.7. brüten Vögel in unseren Hecken. Deshalb achtet auf Vogelnester.
  • In diesem Jahr gibt es keinen festen Termin für die Abgabe des Heckenschnitts. Wer seinen Heckenschnitt zum Kompostplatz bringen möchte, kann dies trotzdem tun. Bitte meldet euch dafür bei unserem 2. Vorsitzenden Jan-Philipp Schikora, Breek-Weg 80 an. Die Gebühr pro Heckenschnitt der Hainbuchenhecke eines Gartens beträgt 5,00 €.